DIY – August 2018

Geht’s euch auch manchmal so, dass ihr auf einen Geburtstag eingeladen seid, aber keine schöne Glückwunschkarte daheim habt? Oder ihr seid in einem Laden, aber irgendwie trifft keine Karte euren Geschmack?! Dann seid ihr die perfekten Kandidaten für mein August DIY! Ich zeige euch, wie ihr eure eigenen Karten gestalten könnt. Natürlich weiß ich nicht, ob ich damit euren Geschmack treffe, aber ihr könnt die Karten ja auch ganz individuell machen.

Ihr braucht
Weißes Papier, Klappkarten und Umschläge (bei mir in beige-gelb), einen goldenen Lackstift (muss gut spritzen) und einen schwarzen Stift, eine Schere, ggf ein Lineal oder Geodreieck.

How to do?!
Eventuell zuerst die Unterlage mit Zeitung auslegen, damit ihr nicht den Tisch unter euch besprenkelt (kann man machen, weiß ich, kann man auch wieder wegmachen, weiß ich auch ;)). Dann legt ihr die Umschläge und das weiße Blatt Papier auf den Tisch und spenkelt und spritzt fröhlich drauf los. Auf jeden Fall müsst ihr euch im nächsten Schritt gedulden und alles gut (am besten über Nacht!) trocknen lassen.

Danach einfach Streifen aus dem weißen Papier passend auf die Karten ausschneiden (vorher abmessen) und mit dem schwarzen Stift in Schönschrift eure Glückwünsche draufschreiben und das Papier entsprechend auf die Klappkarte aufkleben. Hier sind eurer Fantasie keine Grenzen gesetzt, welche Größen und ob hochkant oder lieber quer. Probiert euch aus!

Und so sahen meine Ergebnisse aus:


Ich habe den Umschlag am Ende noch mit ein paar Blümchen verziert und gestern alles verschenkt. Kam sehr gut an und hat sogar zur Geburtstagstischdeko gepasst :)

Linoldruckliebe

Ich komme gerade erst aus Doorn in den Niederlanden zurück. Dort verbrachte ich wunderbare, inspirierende Tage auf dem CAS (Christian Artists Seminar). Ganz begeistert (und auch noch ein bisschen übermüdet) bin ich zurück. Ich durfte auf dem Seminar nicht nur talentierte KünstlerInnen kennenlernen, sondern habe spannende Seminare besucht und zwei Druckworkshops mitgemacht. Und ich bin ein bisschen verliebt in den Linoldruck, in die Druckerfarbe, das schmatzende Geräusch, wenn man mit der Rolle hin- und herfährt, das wunderschöne Papier. Es tat so gut, eine Auszeit vom Arbeiten am Computer zu haben – »back to the roots«. Mit Stift und Linolschnittmesser in der Hand, Schürze um den Hals, Druckerfarbe unter den Fingernägeln. :)

Und die Ergebnisse dieser Arbeiten will ich euch nicht vorenthalten.

Bei einem Workshop haben wir Fotografie und Druck kombiniert. Wir haben in kleinen Gruppen uns gegenseitig fotografiert und mit Licht experimentiert. Ich durfte Ria fotografieren und zeichen – Ria, dank je wel for being my model, for being »Queen Beatrix« ;). Und auch ich wurde fotografiert und durfte am Ende einen Druck mit nach Hause nehmen – vielen Dank, liebe Hannah Schillai, dass du mich so wunderbar fotografiert und gedruckzeichnet hast :).


Beim anderen Druckworkshop zeichneten wir auf Linolplatten und haben diese dann entsprechend bearbeitet. Sehr spannend war für mich die Erkenntnis, dass man hier sozusagen kein weißes Papier vor sich hat, sondern ein (wenn man es nur so drucken würde) schwarzes. Und alles, was man der Linolplatte wegnimmt, wird weiß und bringt somit Licht ins Dunkel. Genial! Aber gar nicht so einfach, weil man wirklich umdenken muss.

Meine ersten Versuche waren mit einer kleinen Pflanze und mit Schrift (soo herausfordernd, weil man ja auch noch spiegelverkehrt schreiben muss!). Ich war für mich nicht so richtig zufrieden mit dem Ergebnis, auch wenn es anderen gut gefallen hat. Am nächsten Tag habe ich jedoch noch mal überlegt, skizziert und meine Bildsprache gefunden. Das Grafische liegt mir viel mehr. Linien, Punkte, Formen. Das ist meine Welt. Und so freue ich mich sehr über die Ergebnisse!


Am Ende gab es sogar eine kleine Ausstellung, in der auch wir unsere Arbeiten zeigen durften.

Dank je wel, Renske and Wother. It was great to work with you and learn from you! Hope to see you again next year.