Gestalten und Schriftsetzen

Achtung an alle Lesefaulen, dies wird ein textlastiger Post! :)

Wenn in einem Buch im Impressum mein Name nicht hinter Covergestaltung, sondern hinter Gesamtgestaltung steht, habe ich nicht nur den Umschlag gestaltet, sondern das gesamte Buch, also auch den Text gesetzt. Gerade bin ich wieder am Setzen und zwar in (meiner) Phase 3. Ich will einmal näher darauf eingehen, damit ihr seht, was ich neben der Covergestaltung so mache.

Erstmal zu Phase 1: Das Manuskript, das vom Autor an den Lektor geht und von diesem lektoriert und überarbeitet wird, kommt zu uns in die Herstellung. Dort überlegen wir, wie wir die verschiedenen Formatvorlagen gestalten, welche Schrift(en) verwendet werden und in welcher Größe und Auszeichnung (regular, kursiv, fett etc.), welche Gestaltungselemte (oftmals vom Cover) im Innenteil wieder auftauchen, wie der Satzspiegel aussieht, usw.

Danach geht es in die Phase 2: Der eigentliche Satz, das Schönmachen des Textes. Aus dieser Phase geht es dann weiter an zwei externe Korrekturleser. Wenn diese ihre Arbeit getan haben, kommt es wieder zu uns und die beiden Korrekturen werden noch einmal kontrolliert (DUDEN ist hier unser großer Held!) und vereinigt. Dieser vereinigte Pack landet dann wieder auf meinem Schreibtisch.

Und bei mir beginnt Phase 3: Alle Korrekturen werden wieder in den Text eingepflegt. Je nach dem wie gut vorher gearbeitet wurde, ist es mal mehr oder mal weniger und kann dann so aussehen: ((Achtung: extra unscharf, da geschützt!))

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Wenn die Korrekturen wieder eingepflegt sind, geht es meist mit inhaltlichen Fragen erstmal zurück an den Lektor und/oder Autor. Danach gehen diese letzten Schritte oftmals hin und her, bis der Inhalt des Buches (hoffentlich nahezu) fehlerfrei in den Druck geht. Und im Anschluss als Buch zu euch Lesern.

Soweit zu meiner Arbeit als Setzerin. Es ist oft wirklich viel Arbeit (was die wenigsten wissen, wenn sie ein Buch lesen) und muss hochkonzentriert umgesetzt werden. Aber das tollste Gefühl ist es dann, wenn das fertige Buch aus der Druckerei kommt und man einfach sieht, was man so in letzter Zeit gearbeitet hat. Dann kommt (fast) immer der glückliche Gedanke Wow, die Arbeit hat sich wirklich gelohnt. :)

 

 

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